15. April 2026

Speditionsbranche: Steuerentlastung kommt für viele zu spät

Die angekündigte Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe ist ein überfälliges Signal, doch der Zeitplan der Bundesregierung sorgt für scharfe Kritik. Hamacher Transporte warnt gemeinsam mit Branchenverbänden und dem Bund der Steuerzahler: Dass die Entlastung frühestens im Mai greifen soll, ist angesichts der akuten Krisenlage unverantwortlich.

Liquidität am Limit

Zwar mildert die Steuersenkung den Kostendruck, doch die wochenlange Verzögerung gefährdet Existenzen. Die jüngsten Insolvenzen namhafter Marktteilnehmer des Mittelstands verdeutlichen die dramatische Lage der Branche.

„Unsere Branche braucht keine Entlastung auf dem Papier für die Zukunft, sondern tatsächliche Unterstützung im Hier und Jetzt“, so die Geschäftsführung von Hamacher Transporte. „Jeder Tag Verzögerung erhöht das Risiko weiterer Firmenpleiten im Mittelstand. Höhere Energiepreise und zunehmende Belastung der Speditionsbranche wirken systemisch auf die komplette Volkswirtschaft und werden letztlich als Teil der gesamtwirtschaftlichen Kettenreaktion vor allem Endverbraucher treffen.“

Strukturreform statt Einmalhilfe: Ein kurzfristiges „Pflaster“ reicht nicht aus. Hamacher Transporte fordert von der Politik:

  1. Sofortige Umsetzung der Steuersenkung ohne bürokratischen Zeitverzug.
  2. Ein langfristiges Gesamtkonzept statt isolierter Sofortmaßnahmen.
  3. Die zügige Umsetzung weiterer Entlastungsvorschläge der Logistikverbände.

Nur durch nachhaltige strukturelle Anpassungen kann die Versorgungssicherheit in Deutschland langfristig gewährleistet werden.